Wieso ich vorerst nicht auf macOS Sierra upgraden werde

Am Dienstag ist macOS Sierra erschienen. Mit dem zwölften großen Release von OS X, das in diesem Zug auch zu macOS umbenannt wurde und damit an die anderen Systemnamen der anderen Systeme, wie zum Beispiel iOS und tvOS angeglichen wurde, will Apple den Nutzer einiges vereinfachen. Ich fasse die Neuerungen kurz zusammen:

  • Siri

  • Festplatte komprimieren

  • Apple Pay in Safari (hier nutzlos, und auch selbst wenn es in Deutschland live geht, glaube ich nicht dran, dass es sich bei uns durchsetzt)

  • Automatisches Entsperren mit der Apple Watch (nein, geht nicht mit dem iPhone :/ )

  • Synchronisierte Zwischenablage über iCloud (finde ich total unsinnig)

  • iCloud Drive synchronisiert nun die Systemordner Dokumente und Desktop.

  • Dateien, die man selten braucht, werden auf Wunsch in iCloud Drive verschoben, was für mehr freien Speicher sorgt.

  • Papierkorb wird automatisch entleert (this is real innovation, huh?)

  • Nachriten / iMessage aufpoliert wie bei iOS

  • Programme mit Tabs (schon in Keynote, Pages, Numbers, etc. mit drin)

  • Picture in Picture


Die Dinge, auf die ich mich freue bzw. die mich zu einem Upgrade bewegen würden, habe ich mal fett markiert. Besonders das mit der Komprimierung der Daten auf der Festplatte und löschen alter Systemdaten und Caches wird wohl einiges bringen, gerade bei Leuten wie mir, die nur eine 128GB SSD im System haben.

Letztes Jahr: Wer braucht schon USB....


Im letzten Jahr, als OS X El Capitan erschienen ist, hatte ich ein Problem beim Scannen von Dokumenten mit unserem tollen EPSON-Flachbettscanner (den meine Mutter damals extra für das Geschäft gekauft hat, wo ein sehr guter Scanner mit einer hohen Anzahl dpi wichtig war, essenziell gewesen ist), der hat einfach gestreikt. Das Kopieren von und zu USB-Geräten (egal ob Dokumente, Musik oder .zip's) war sehr langsam. Das heise-Magazin hat ebenfalls darüber berichtet.

Insgesamt wirkte OS X El Capitan nicht ausgereift, was auch der Grund war, wieso ich wieder zu OS X 10.9 (Mavericks) zurück bin. OS X 10.10, mit dem das neue Design eingeführt wurde, war auf meinem MacBook Mid 2010 nicht wirklich brauchbar.

dieses Jahr: ...oder PDF? Mehrere Monitore? Sicherheit?


Dieser Jahr ist es nicht wirklich anders. Die Server sind beim Download zwar mal nicht zusammengebrochen, jedoch ist das Update auch dieses Jahr nicht brauchbar.

Das sind jetzt mal ganz bewusst nur fünf Kritikpunkte am neuen System, ich könnte die Liste noch ein bisschen weiterführen. Man könnte ja einfach mal googlen.



Klar, jetzt kann man sagen, dass die Fujitsu-Entwickle daran Schuld sind, weil sie ihre Software seit Juni nicht angepasst haben. Das ist auch korrekt, aber Apple ändert APIs teilweise jedes Jahr so gravierend, dass man neu entwickeln muss, da kann ich nachvollziehen, dass die Entwickler und Firmen da keinen Bock drauf haben. Und dann sind die Systeme, die Apple raus gibt, nicht mal ansatzweise stabil. Einfach nur traurig.

macOS Sierra ist das Sicherheitsupdate für OS X 10.11 (ja, wirklich!)


OS X 10.11 El Capitan ist potenziell für einige Lücken anfällig, mit denen man sich höhere Rechte erschleichen kann. Dazu haben die Kollegen von Golem haben dazu etwas geschrieben. Apple arbeitet scheinbar schon an einem OS X 10.11.7, welches diese Lücken ebenfalls behebt, trotzdem haben wir jetzt fast eine Woche, in der die Lücken bekannt sind und kein Fix vorhanden ist.

Konsistenz im GUI ist nicht mehr wichtig


Dann gibt es noch etwas ganz prinzipielle, was mich schon seit einigen Jahren nervt. Apple ist Konsistenz im GUI nicht mehr wichtig. Dazu zwei tolle Artikel mit vielen Vergleichen und Bildern.

The Apple Goes Mushy Part I: OS X's Interface Decline (Introduction)

The Apple Goes Mushy Part II: OS X's Interface Decline (Conclusion)

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