Surface Pro 4 im Kurzbericht nach 24 Stunden

Am Mittwoch habe ich Post bekommen. Genauer gesagt kam ein Kurier von Microsoft vorbei. Er hatte etwas ziemlich cooles für mich: ein Surface Pro 4 + Type Cover. Die ersten 24 Stunden mit dem Gerät sind bereits rum und ich möchte euch ganz unverbindlich meine ersten Eindrücke vermitteln und was ich mir für die kommende Generation wünsche.

Die Kombination ist perfekt


Anders als ich es vermutet bzw. befürchtet habe, ist das Surface Pro (ich werde es ab hier einfach nur noch Surface nennen) in Verbindung mit dem neuen Type Cover einfach nur geil. Es ist ein toller Rechner mit guter Hardware, einem 12,3" großen Display auf 3:2 (kommt also eher an ein Blatt Papier bzw. an die DIN-Normen für Papier ran), dem Stift (auf dem ich in einem extra Video noch weiter eingehen werde) und der traumhaften Tastatur. Das mag jetzt alles wie ein schlechter, bezahlter Werbe-Post klingen, aber es ist einfach so.

Die Tastatur hat einen richtigen Druckpunkt, ausreichend Abstand zwischen den Tasten und ist beleuchtet. Insgesamt gefällt sie mir besser als die von meinem MacBook Pro 13" 2015 (Retina). Das liegt vor allem an den stabilen Tasten, die keinen Spielraum zum Wackeln haben. Das erkläre ich noch einmal genauer in einem extra Video, wenn ihr euch darunter nichts vorstellen könnt.

....der Akku ist mies


Leider hat das Gerät eine sehr große Schwachstelle, die mir direkt aufgefallen ist. Bei weniger anspruchsvoller bis normaler Nutzung (dazu gehört bei mir Browsen, Musik und ein bisschen Netflix (das war heute eine Stunde)) hält der Akku etwa vier Stunden. Das Aufladen dauert fünf Stunden. Hierbei habe ich die empfohlenen Einstellungen von Windows verwendet, die Lautsprecher waren auf 50% eingestellt.

Das wird sich ab nächster Woche in der Schule als Flaschenhals bzw. als Problem darstellen. Ich hoffe mal, dass ich mir einfach einen Platz an einem Fenster und mit Steckdose snacken kann.

Zum Vergleich: Mein MacBook Pro verspricht bis zu 10 Stunden Laufzeit, ich komme praktisch auf 6-8 Stunden mit einer Ladung. Das Aufladen dauert etwa zwei Stunden.

Der Akku des Surface ist ca. 5100 mAh groß, das heißt, ich könnte ihn mit jeder handelsüblichen 5200 mAh oder 6000 mAh-Powerbank wieder aufladen. So mein Gedanke. Das Gerät kann jedoch nur über den Surface Connect getauften Anschluss geladen werden (der sich wie ein MagSafe verhält). Für die kommende Generation wünsche ich mir die Möglichkeit, über USB(-C) aufzuladen und / oder einen größeren Akku. Am besten wäre natürlich beides.

Mit dem Stift kann man tolle Sachen machen


Darauf habe ich mich am meisten gefreut: Mit dem Surface Pen auf dem Gerät schreiben / malen / zeichnen. Und ich muss ehrlich gestehen: Es macht echt Spaß und man kann gut produktiv sein. Ich habe mal einige Beispiele.

Heute Abend war ich mit zwei anderen Jungs in einer Bar, da am Wochenende der Hackathon ansteht. Wir haben ein Konzept für eine Plattform entwickelt und es war ganz nützlich, dass man es aufzeichnen und damit interagieren konnte. Das Ergebnis zeige ich euch am Montag.

Ein weiteres, praktisches Beispiel ist der Matheunterricht in der Schule. Mit Ausnahme von Kunst ist das das einzige Fach, in dem ich teilweise noch auf Papier schreibe. Der Grund ist einfach, dass ich auf dem MacBook Pro nicht anständig zeichnen kann. Einen Dreisatz würde ich dann aber so erklären:

[gallery type="rectangular" ids="596,597"]

Ich werde in der kommenden Woche noch ein paar weitere Fotos zu diesem Album hinzufügen, weil ich da dann wieder in der Schule bin.

Als Tablet etwas zu groß und viel zu schwer


Mit 786 Gramm ist das Surface für den Dauereinsatz als Tablet leider viel zu schwer. Nach fünf bis zehn Minuten macht einem einfach der Arm schlapp. Zum Vergleich: Das erste iPad aus dem Jahr 2010 wog 680 bis 720 Gramm (WiFi & WiFi + UMTS). Man darf bei einem solchen Vergleich jedoch nicht vergessen, dass im Surface Desktop-Class Hardware steckt.

Ich wünsche mir das in der Schule


....wenn Microsoft die folgenden Bedingungen erfüllen kann:

  • kleiner machen (z. B. 10")

  • leichter machen

  • Tastatur und Stift beilegen (Tastatur kostet 150€ extra oben drauf)

  • weniger potente Hardware rein

  • mehr Akkulaufzeit (darf gerne etwas dicker sein)

  • für Schulen und Schüler günstig sein


Hinweis: Hierbei handelt es sich nur um einen vorläufigen Bericht nach ca. einem Tag Nutzung. Den vollständigen Testbericht gibt es im Dezember bei technikne.ws, meinem Technikblog.

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