SO EIN SCHEISS: DSL-Anbieterwechsel (oder auch: Inkompetenz von Vodafone und o2)

Schreibe ich einen Artikel für "SO EIN SCHEISS", muss viel passiert sein. Diese Artikel bereite ich thematisch auf, sortiere sie nach den Ereignissen und führe sie aus, ein Aufwand, der nicht zu unterschätzen ist. Hat es eine Firma aber mal hinbekommen, mich so auf 180 zu bringen, dass ich mir diese Zeit gerne nehme, wird es passieren, ich kotze mich darüber im Internet aus. Das mach ich auf meiner Webseite und auf Twitter, so lange, bis die Firmen es mal hinbekommen, kundenorientiert zu arbeiten. Hin und wieder werde ich dabei auch ausfallend, weil es mich so hart aufregt, dass man nach all den Jahren der Vorgänge, die hunderte Male am Tag passieren noch immer solche Fehler macht. Das ist nicht immer fair, sondern leider realistisch. Auch wenn ich daran arbeite, diese ausfallenden Hassbotschaften zu vermeiden, bin ich doch überrascht, wie viel Zeit die Telekommunikatiosnunternehmen investieren, um mich abzufucken und allgemein Kunden zu vergraulen. Leider muss ich davon ausgehen, dass ich nicht mehr erlebe, wie Telekommunikationsunternehmen endlich kundenfreundlich werden.


Nun aber mal zu dem, was passiert ist. 2011 sind wir von der Telekom privat zu Vodafone gewechselt (mit dem Geschäft waren wir seit 2006 VF-Kunde und sehr zufrieden), DSL 16/1 und eine Telefon-Flatrate, das übliche Doppelpaket. Alles lief jahrelang problemlos, im Juni 2015 haben wir unseren Vertrag aktiv auf DSL 50/10 verlängert, bekamen einen neuen Router zugeschickt, haben diesen dann mit der alten EasyBox 803 ausgetauscht und alles lief noch schneller und in gewohnter Qualität. Vodafone war damals ein Unternehmen, was ich jedem, der mich gefragt hat, ohne eine Überlegung blind weiterempfohlen habe, meine persönlichen Erfahrungen waren sehr gut.

Alles Schöne hat ein Ende

Im Dezember 2015 sind wir umgezogen, ein paar Orte weiter, mit dem Auto ungefähr 12 Minuten von unserem alten Wohnort entfernt. Den DSL-Anschluss wollten wir natürlich mitnehmen, rechtzeitig haben wir uns bei Vodafone gemeldet (im Oktober) und den Umzug bekannt gegeben. Aus einer Rufnummer mit der Vorwahl 07151 wurde eine 0711, wir haben nun die Stuttgarter Vorwahl. Die Nummer, die wir zugeteilt bekamen, konnte man sich sehr gut merken, besser als die bisherige. Diese Rufnummer wird später noch eine Rolle spielen.


Der Umzug ging eigentlich glatt, die Familie und Freunde halfen aus, wir haben uns für ein paar Tage einen Sprinter organisiert und haben in der neuen Wohnung alles schön eingerichtet. Alles, bis auf den Vodafone-Router, denn unser Techniker-Termin wurde verschoben, angeblich waren wir nicht zu Hause. Meine Mum hat sich damals einen ganzen Tag frei genommen. Wir waren sowas von zu Hause, das könnt ihr nicht glauben, mehr zu Hause kann man nicht sein. Ich denke, wir waren 120% zu Hause.


Ein paar Techniker-Termine hin und her, es dürften zwei oder drei gewesen sein und wir bekamen raus, dass zwischen dem APL und der Wohnung kein Telefonkabel liegt, ein Manko, das wir dann zusammen mit unserem Elektriker selbst behoben haben. Unser DSL lief dann schlussendlich ab Februar oder März 2016. Drei Technikereinsätze wollte man uns in Rechnung stellen, dagegen habe ich mich gewehrt, wenn die Techniker nicht mal richtig messen können (erste die dritte Person von der Telekom hat gemerkt, dass da nix ist, der erste wusste gar nicht, wieso er da ist und der zweite meinte, sein Messgerät sei kaputt und er würde wieder kommen - er kam übrigens nicht wieder), muss ich auch nicht bezahlen. Vodafone und ich wurden uns einig.


Trotzdem hatten wir bereits damals die Kündigung eingereicht. Vorsorglich. Ich ging dann Anfang 2017 mehrfach auf Vodafone zu und bat um ein Rückholer-Angebot mit Verweis auf unser großartiges Problem beim Umzug. Wohlgemerkt bezahlten wir zu dem Moment etwa 45€ für unsere 50/10-Leitung, Festznetz-Flat + 300 Freiminuten in das Mobilfunknetz. Eine FritzBox wünsche ich mir dazu, sagte ich. Die Rückholer-Abteilung war entweder belegt oder nicht mehr da (zugegeben, ich habe manchmal unverschämt spät angerufen, wenn man mit 24/7 Support wirbt, nutze ich das auch), man versprach mir einen Rückruf. Kam nie. Ich habe nicht nur einmal angerufen, es wurde immer ein Rückruf innerhalb von 1-2 Werktagen versprochen.


Als das ausblieb, bekräftigte mich das in dem Beschluss von Vodafone weg zu gehen, obwohl wir, wie gesagt, bis auf die Lapalie mit dem Umzug vollumfänglich zufrieden waren. Ich habe mich dann nach anderen Angeboten umgeschaut und ein Angebot von o2 gefunden: 50/50 VDSL, Telefon-Flat für Festznetz und Mobilfunk sowie keine Anschlussgebühr, Technikergebühr, ein kostenloser Router und das ganze für 15€ im ersten Jahr, 30€ im zweiten. Das schief perfekt.

o2 can do (ja, wirklich!)

Am 20.06.2017 haben wir dann die Verträge bei o2 unterschrieben, die Rufnummer sollte natürlich mitkommen, schon vorab habe ich bei Vodafone gefragt, wohin der Router nach Umschaltung zurück muss; gar nicht, der gehört uns. Auch gut. Die Kündigung bei Vodafone war auf den 30.06.2017 datiert, die Umschaltung zu o2 erfolgte am 10.07.2017, so lange wurden wir von VF weiterversorgt, dies wurde anteilig mit der Hälfte der Grundgebühr berechnet. Gesetzlich so vorgesehen und hat auch super funktioniert.


Ein paar Tage vorher kam der Router von o2, alle Vertragsunterlagen und Briefe bekam ich auch per Mail, sehr löblich, wie ich finde. Am 10.07.2017 habe ich abends alles angeschlossen, den Start-Code eingegeben und alles hat sofort funktioniert, wie man es erwartet hat. WLAN konfiguriert, die Geräte eingerichtet und so weiter..ihr kennt das. Nur das Telefon hat nicht so ganz funktioniert, wir konnten nur einseitig telefonieren. Ich rief mit dem Handy bei o2 an und schilderte das Problem, man versprach mir, das bis zum nächsten Tag zu lösen, und das wurde eingehalten.


Ende des Monats Juli dann der Schock. Am Freitag vor einer Woche (28.07.2017) ging schon wieder das Telefon nicht, "Der Teilnehmer ist momentan nicht erreichbar, bitte versuchen Sie es später erneut" - mal bei o2 eine Störungsmeldung reingegeben. Am Montag die Rückmeldung, Vodafone hätte die Rückmeldung zurück portiert, man muss nun schauen, was man da tun kann. Ich habe danach bei Vodafone angerufen und dort mal Rauch reingelassen, was das denn soll; man versprach mir, das manuell zu prüfen und sich dann innerhalb von fünf Tagen bei mir zu melden. Diese Rückmeldung wäre am Freitag (04.08.2017) fällig gewesen, keiner hat sich gemeldet. Wahrscheinlich haben sie es auf der Festnetznummer probiert :P


In Deutschland haben die TK-Unternehmen für solche Rufnummernportierungen ein übergreifendes Portal, auf das jede Firma zugreifen kann, dort spricht man sich bzgl. der Termine und der Portierung ab, seitens Vodafone wurde dort - laut o2 - nun eine Portierung zum 31.08.2017 eingetragen - also in etwa einem Monat und zwei Monaten nachdem der Vertrag bei Vodafone ausgelaufen ist. Wir sind nun also seit einer Woche ohne Festnetztelefon. Ich habe daraufhin erneut bei Vodafone angegrufen, dort wurde mir mitgeteilt, dass o2 in selbigem Portal im Laufe des Juli eine Verschiebung der Portierung vom 10.07.2017 auf den 31.08.2017 gewünscht hätte, dem Wunsch wäre Vodafone nachgekommen und hat die Nummer nun so lange zurückgeholt und bewahrt sie auf.


Positiv hervorheben möchte ich den Service von o2, der uns anbot, auf die ALDI TALK-Karte von meiner Mum eine All-Net Flat zu buchen, damit sie ohne Einschränkungen telefonieren kann, danke dafür.


Ich habe mich bei Vodafone etwas genauer umgesehen, interessant ist auch die Angabe auf Mein Vodafone, dort wird der Vertrag nämlich mit einer Laufzeit bis 30.06.2018 angezeigt, soll sich also um ein Jahr verlängert haben. Das ist wundert mich sehr, hat man mir doch im März 2016 die Kündigung auf den 30.06.2017 bestätigt. Mal schauen, wie der Fall jetzt weitergeht.

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